Sichtbarwerden in ChatGPT, Google AI & Co.: Was B2B-Unternehmen in der Schweiz jetzt tun müssen

Sichtbarwerden in ChatGPT, Google AI & Co.: Was B2B-Unternehmen in der Schweiz jetzt tun müssen

Eine Sache ist klar: Die Art und Weise, wie potenzielle B2B-Kunden nach Lösungen suchen, verändert sich rasant. Klassische Suchmaschinen werden zunehmend durch KI-gestützte Systeme wie ChatGPT oder Google AI ergänzt oder sogar komplett ersetzt. Gerade für B2B-Unternehmen in der Schweiz entsteht dadurch eine neue Herausforderung: Trotz top moderner Website (und die Seiten von Schweizer Firmen sind oft wirklich gut) bleiben viele unsichtbar, weil sie nicht in KI-Antworten auftauchen. Dieser Artikel zeigt Ihnen, warum sich Sichtbarkeit aktuell grundlegend wandelt und welche konkreten Maßnahmen Sie jetzt ergreifen sollten, um weiterhin gefunden und empfohlen zu werden. 

Warum sich Sichtbarkeit gerade fundamental verändert

Während klassische Suchmaschinen wie Google lange Zeit primär eine Liste von 10 blauen Links ausgespielt haben, liefern moderne KI-Systeme direkte Antworten. Nutzer erhalten Informationen sofort, ohne zwingend auf Websites oder Links klicken zu müssen. Diese sogenannten Zero-Click-Ergebnisse verändern die Spielregeln grundlegend.

Für Sie bedeutet das: Es reicht nicht mehr, „nur“ gut zu ranken. Ihre Inhalte müssen so relevant und vertrauenswürdig sein, dass sie direkt in KI-generierten Antworten erscheinen. Vertrauen, Quellenqualität und Markenpräsenz gewinnen massiv an Bedeutung.

Hier kommt ein neuer Begriff ins Spiel: Generative Engine Optimization (GEO). GEO baut auf klassischer SEO auf, geht aber einen Schritt weiter. Statt nur für Suchmaschinen zu optimieren, zielt GEO darauf ab, Inhalte für KI-Systeme verständlich zu machen, sodass sie ihn leicht verarbeiten und empfehlen können. Eine hilfreiche Grundlage dazu bietet auch dieser Hilfeartikel von Google selbst zu hilfreichen Inhalten.

Wie ChatGPT, Google AI & Co. Inhalte auswählen

Um sichtbar zu werden, ist es entscheidend, zu verstehen, wie KI-Systeme funktionieren. Modelle wie ChatGPT basieren auf sogenannten Large Language Models (LLMs), die mit riesigen Datenmengen trainiert wurden und zusätzlich auf externe Quellen zugreifen können (Retrieval). Eine technische Grundlage dazu finden Sie hier.

Die Auswahl von Inhalten basiert dabei auf mehreren Faktoren:

Faktor Bedeutung für Ihre Sichtbarkeit
Autorität Wie oft und in welchem Kontext wird Ihr Unternehmen erwähnt?
Strukturierte Inhalte Sind Ihre Inhalte klar gegliedert und verständlich aufbereitet?
Konsistenz Stimmen Informationen über Ihr Unternehmen auf verschiedenen Plattformen überein?
Entitäten Wird Ihr Unternehmen als klar definierter Begriff erkannt?
Markenstärke Wie bekannt und vertrauenswürdig ist Ihre Marke im digitalen Raum?

KI-Systeme bevorzugen Inhalte, die eindeutig, strukturiert und mehrfach bestätigt sind. Das bedeutet: Einzelne gute Inhalte reichen nicht mehr aus. Entscheidend ist ein konsistentes Gesamtbild Ihrer digitalen Präsenz. Was das für B2B-Industriefirmen bedeutet, erörtern wir jetzt.

Konkrete Massnahmen für B2B-Unternehmen in der Schweiz

Damit Ihr B2B-Unternehmen in KI-Systemen sichtbar wird, braucht es eine gezielte Strategie. Ein guter Einstieg sind spezialisierte Ansätze wie GEO Strategien für Schweizer Industrieunternehmen, die genau auf die Anforderungen im B2B-Umfeld zugeschnitten sind.

Hier sind 7 der wichtigsten Hebel, die Sie kennen sollten:

  1. Inhalte strategisch aufbauen
    Strukturieren Sie Ihre Inhalte klar mit Überschriften, Absätzen und präzisen Aussagen. Eine H1-Überschrift, danach fortführend eine H2-H3-Struktur. Oben auf der Seite die Infobox mit den wichtigsten Kernaussagen (bei informationalen Texten) oder direkt die Darstellung des Angebots / Produktübersicht (bei kommerziellen Seiten). Ersparen Sie Ihren Besuchern Zeit und bringen Sie sie auf schnellstem Wege zum Ziel.
  2. Thought Leadership etablieren
    Belassen Sie es nicht nur bei den reinen kommerziellen Angebotsseiten. Publizieren Sie Fachartikel, Studien oder Whitepaper auf Ihrer eigenen Website. Ziel ist es, als Experte wahrgenommen zu werden. Präsentieren Sie Ihre Expertise im Kontext Ihres Fachgebietes. KI-Systeme bevorzugen ausführliche Inhalte von anerkannten Autoritäten.
  3. Präsenz auf mehreren Plattformen
    Omnipräsenz ist das Zauberwort im KI-Zeitalter. Sorgen Sie dafür, dass Ihr Unternehmen auf Branchenportalen, in Medien und in relevanten Verzeichnissen erwähnt und verlinkt wird. Konsistente Informationen erhöhen Ihre Glaubwürdigkeit.
  4. Technische Grundlagen optimieren
    Eine saubere Website-Struktur und schnelle Ladezeiten sind weiterhin essenziell. Sie bieten die Grundlage für eine gute Auffindbarkeit durch Crawler der KI-Modelle. Mehr dazu erfahren Sie hier.
  5. Strukturierte Daten nutzen
    Schema Markup hilft Maschinen, Ihre Inhalte besser zu verstehen und korrekt einzuordnen. Was das genau ist, erfahren Sie in diesem Google Artikel.
  6. Schweiz-spezifische Faktoren berücksichtigen
    Wer in der Schweiz im Digitalmarketing mitspielen möchte, der sollte sich natürlich an den Schweizer Marktgegebenheiten orientieren. Doch auch sprachliche Eigenheiten, dass es kein scharfes S gibt sowie das Velo statt Fahrrad gesprochen wird, sollten berücksichtigt werden. Innerhalb des Contents sollte zudem ein Lokalbezug, zum Beispiel zum jeweiligen Kanton oder der Stadt Zürich, Zug, Luzern etc. hergestellt werden. 
  7. Ergänzende Kanäle nutzen
    Auch Social Media trägt zur Sichtbarkeit von B2B Unternehmen bei. Worauf Sie bei der Auswahl einer Agentur achten sollten, erfahren Sie hier.

Zusammengefasste Checkliste für den schnellen Start:

  • Inhalte klar strukturieren
  • Fachwissen sichtbar machen
  • Präsenz auf mehreren Plattformen aufbauen (Omnipräsenz)
  • Technische SEO optimieren
  • Schweizer Lokalgegebenheiten berücksichtigen

Jetzt handeln: Wer früh sichtbar ist, gewinnt

Die Entwicklung ist eindeutig: KI wird zur zentralen Schnittstelle zwischen Unternehmen und Kunden. Und wer jetzt früh reagiert, sichert sich einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil, insbesondere im B2B-Umfeld, wo Industrieunternehmen erfahrungsgemäß immer etwas nachziehen. Wer hingegen abwartet, riskiert, in Zukunft schlicht nicht mehr vorzukommen. Die Konkurrenz schläft nicht.

Gerade im B2B-Bereich verändert sich die Customer Journey stark. Entscheidungen werden zunehmend auf Basis von KI-generierten Informationen direkt in den Modellen getroffen. Wenn Ihr Unternehmen dort nicht präsent ist, verlieren Sie potenzielle Kunden, bevor der erste Kontakt überhaupt entsteht.

Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, Ihre Strategie zu überdenken und gezielt anzupassen. Eine fundierte Analyse Ihrer aktuellen Sichtbarkeit sowie eine klare GEO-Strategie helfen Ihnen dabei, langfristig relevant zu bleiben.

Wenn Sie herausfinden möchten, wie gut Ihr Unternehmen bereits aufgestellt ist und wo konkrete Potenziale liegen, lohnt sich der Austausch mit erfahrenen Experten, wie zum Beispiel Siegers Media.